Historie

Inmitten der früheren Kurpfalz, zwischen den Städten Heidelberg, Mannheim und Speyer, liegt Schwetzingen, die ehemalige Sommerresidenz der Pfälzer Kurfürsten. Als alemannisch-fränkische Ansiedlung wurde Schwetzingen erstmals im Jahre 766 urkundlich im Lorscher Kodex erwähnt. Heute genießt die große Kreisstadt mit ihren rund 22.000 Einwohnern den Ruf einer attraktiven Fremdenverkehrsstadt, die durch den Schwetzinger Spargel, königliches Gemüse genannt, und die alljährlich im Schloss stattfindenden Schwetzinger Festspiele internationale Reputation erfahren hat.

Das Schloss, aus einer mittelalterlichen Wasserburg hervorgegangen, diente den Kurfürsten von der Pfalz als Jagdschloss und ständige Sommerresidenz. Hier hielt sich der gut 500 Personen umfassende Hofstaat der Hauptresidenz, Schloss Heidelberg, nach dem Jahre 1720 Schloss Mannheim, jährlich mehrere Monate auf.

Blick in den Schlossgarten vom Belvedere

Nach den Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und 1689 im Orléanischen Erbfolgekrieg durch die Truppen des Sonnenkönigs Ludwig IV. ließ Kurfürst Johann Wilhelm das Schloss zur heutigen Form wieder auf- bzw. ausbauen. Es blieb aber dem ab dem Jahre 1742 regierenden Kurfürsten Carl Theodor vorbehalten, den 72 Hektar großen Schlossgarten als ein Meisterwerk des Spätbarock erbauen zu lassen und sich dadurch ein bleibendes Denkmal zu setzen. Der besondere Reiz des Schwetzinger Schlossgartens ist das Nebeneinander streng geometrischer, französischer Anlagen und der Verspieltheit des englischen Landschaftsgartens. Mit seiner Vielzahl an Skulpturen, Tempelbauten und der einmaligen Moschee gehört der in großen Bereichen authentisch restaurierte Schlossgarten damals wie heute zu den bedeutendsten Gartenanlagen Europas.

Carl Theodor ließ mit Blickrichtung zum Schlossgarten die Zirkelgebäude errichten, in denen er Gastgeber großer höfischer Festgesellschaften war. Heute bilden diese historischen Zirkelsäle den entsprechenden Rahmen für Tagungen, Kongresse und gesellschaftliche Veranstaltungen aller Art und jeder Größenordnung. In diesem einzigartigen Ambiente fühlt man sich in die kurfürstliche Zeit zurückversetzt. Eine gehobene gastronomische Betreuung in den Veranstaltungsräumen gewährleistet das Schlossrestaurant.

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Rokokotheater Schloss Schwetzingen

Als einzigartiges Kleinod für kulturelle Veranstaltungen steht darüber hinaus das bezaubernde Rokokotheater aus dem Jahre 1752 zu Verfügung. Es ist das älteste erhaltene Rangtheater Europas. So entdeckte auch die nationale Medien- und Kulturlandschaft in den letzten Jahren die Vorzüge des Theaters.  Am 2. Juli 2008 fand im Rokoko-Theater des Schloss Schwetzingens das Doppel-MTV-Unplugged der Söhne Mannheims und von Xavier Naidoo statt. Das Ergebnis wurde als Wettsingen in Schwetzingen veröffentlicht. Am 28. 01 2010 gastierte Dieter Bohlen mit seiner Sendung Deutschland sucht den Superstar, kurz „DSDS“ zu einer Recall-Sendung im Theater, die landesweit auf RTL ausgestrahlt wurde.